Mentaltraining - Der gute Gedanken Blog

Die Karnevalstage sind vorbei - Gott sei Dank!

1. März 2010

Puh, wir hier im Rheinland befinden uns ja in der Karnevalszeit immer im Ausnahmezustand. Von Donnerstag bis Dienstag wird geschunkelt und gefeiert. Eigentlich ist feiern ja etwas schönes und lachen und lustig sein ist ja auch empfehlenswert. Allerdings gibt es einen Aspekt, der mir am Karneval regelmäßig übel aufstößt: Karneval scheint gleichbedeutend ein Freifahrtschein zu sein, um sich daneben zu benehmen und auch Untreue im Karneval scheint lediglich ein Kavaliersdelikt zu sein.

So kenne ich in meinem Bekanntenkreis mehrere Pärchen, die Karneval grundsätzlich zu getrennten Veranstaltungen gehen. Und auch Seitensprünge werden im Karneval stillschweigend hingenommen. Da es auf Gegenseitigkeit beruht, braucht man sich ja schließlich keine Vorwürfe zu machen. Auf einer Veranstaltung waren wir mit einer großen Gruppe, bei der ich einige nur vom Sehen kannte. Als sich eine junge Dame Mitte zwanzig und ein Herr Anfang Dreißig küssend in den Armen lagen, dachte ich mir zunächst nichts dabei. Bis mich meine Freundin aufklärte, dass besagter Herr zuhause drei Kinder und eine Ehefrau habe und die Ehefrau mit dem vierten Kind schwanger sei und deshalb nicht mitkönne. Eine Ausnahme? Eher nicht.  Bei näherer Betrachtung beobachteten wir an jenem Abend mehrere Damen und Herren, die scheinbar problemlos vergessen konnten, dass sie eigentlich mit anderen Partnern liiert sind.

Außerdem ist es völlig in Ordnung, wenn wildfremde Menschen plötzlich ihre Finger nicht mehr bei sich behalten und dem anderen Geschlecht im Gedränge mal eben fröhlich an den Hintern oder primäre Geschlechtsmerkmale fassen. Ich fasse es nicht!k

Vielleicht bin ich altmodisch, aber dies ist eine Seite, die ich am Karneval ganz und gar nicht mag. Der Karneval kann keine Entschuldigung sein, die eigenen Werte über Bord zu werfen und die Verantwortung für das eigene Handeln abzugeben. Ebenso wenig, wie Alkohol dies ist. Wenn ich trinke bin ich allein dafür verantwortlich, die Grenze zu beachten, ab wann ich die Kontrolle verliere. Und wenn ich dann sehe, dass es Menschen gibt, die unter Alkohol aggressiv werden und sogar Sanitäter und Hilfskräfte angreifen, dann habe ich einen guten Tipp: keinen Alkohol trinken. Wenn ich weiß, dass Alkohol mich aggressiv macht, dann trinke ich eben nicht. Ich finde es immer schlimm zu sehen, wenn auf solchen Veranstaltungen die gute Stimmung plötzlich kippt und man sich ohne eigenes Zutun zwischen den Fronten einer Schlägerei wiederfindet. Oder plötzlich zu Boden geht, weil irgendwelche Typen jenseits allen klarens Denkens im größten Gedränge aufeinander losgehen und sich zig harmlose Besucher dazwischen befinden.

Ich habe nichts gegen Karneval, aber ich finde es einfach schade, dass es immer wieder Menschen gibt, die solche Feste als Alibi nehmen, sich daneben zu benehmen. Und die durch ihr rücksichtsloses und aggressives Verhalten den wahren Karnevalsjecken den Spass verderben. In diesem Sinne - Alaaf! Bis zum nächsten Jahr.

Sammler und Jäger

13. Januar 2010

“Dreimal umziehen ist wie einmal abgebrannt” - lautet ein Sprichwort. Ja, dass kann ich durchaus nachvollziehen. Die Möbel der alten Wohnung passen nicht richtig in die neue, weil die Räume anders geschnitten sind. Die Gardinen passen überhaupt nicht, weil die Fenster völlig andere Größen haben. Und einige Möbel kann man einfach nicht mehr mitnehmen, weil sie ein erneutes Auf- und Abbauen nicht überstehen würden. Und so zieht man ein: Mit der Hälfte der Möbel und ohne Gardinen. Was aber zu meiner Verwunderung nie weniger wird, ist die Anzahl der Kisten mit altem Plunder, die mit umziehen. Teilweise habe ich diese Kisten in meiner alten Wohnung noch nicht einmal ausgepackt. Na wie praktisch, da habe ich mir ja das lästige Einpacken gespart. Wenn Freunde und Bekannte mir den gut gemeinten Rat geben, ich solle mich doch endlich mal von einigen Dingen trennen, schüttele ich empört den Kopf: “Da hängen schließlich Erinnerungen dran! Erinnerungen an vergangene Zeiten und so. Und außerdem ist die Hose doch gar nicht so schlecht. Die kann man nochmal tragen. Und die Mode kommt ja immer wieder. Das wird bestimmt nochmal modern. Und das kann ich auch noch brauchen. Und das - nein, dass habe ich von meiner mittlerweile verstorbenen Oma geschenkt bekommen. Das geb’ ich nicht her.”

Und so stapeln sich die Umzugskartons in meiner Wohnung und mich beschleicht die wage Vorahnung, dass ich niemals genug Schränke habe, um den ganzen Plunder in meiner neuen Wohnung unterzubringen. Nicht einmal dann, wenn ich nicht die Hälfte meiner Einrichtung hätte wegschmeißen müssen.

Und häufig kommen in solchen Kisten ja auch ungeahnte Schätze wieder zutage. Naja, Schätze vielleicht weniger, aber auf jeden Fall Kuriositäten und Überraschungen. Der Mensch ist eben ein Jäger und ein Sammler. Und zumindest Sammler trifft in meinem Fall den Nagel auf den Kopf. Aber so langsam kehrt bei mir die Erkenntnis ein, dass es sich bei meinen Kisten mehr um Ballast denn um Schätze handelt. Und wenn ich es mal rational betrachte, ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich mein Schulheft aus der 4. Klasse jemals wieder benötige, nicht sehr hoch. Und wenn ich doch einmal dringend Wissen aus der 4. Klasse im Rechnen benötige, könnte ich auch auf ein Lexikon vertrauen oder das Ganze einmal Googeln. Und ob ich wirklich Pullover aufheben sollte, die mir an den Ärmeln zu kurz sind, ist auch eher fraglich. Selbst abnehmen würde in einem solchen Fall nichts bringen, da davon meine Arme ja nicht kürzer werden. Also sehe ich den Tatsachen ins Auge: 80% des Plunders benötige ich niemals wieder. Ich schleppe Kisten mit durch die Gegend, die eigentlich ins Altpapier, in die Altkleidersammlung oder auf den Müll gehören. Aber da Selbsterkenntnis ja der erste Schritt auf dem Wege der Besserung ist, bin ich wohl auf dem richtigen Weg. Ich werde mir also doch ein Herz fassen und mich von einigen meiner Kuriositäten und Raritäten trennen. Vielleicht. Mal schauen…

Alter ist doch nur eine Zahl

7. Januar 2010

In wenigen Tagen ist es soweit: Ich feiere einen runden Geburtstag. Ich weiß, dass dies für sehr viele Menschen eine schwierige Sache ist. Man erreicht ein neues Jahrzehnt. Aber ich fühle mich eigentlich nicht anders als vorher auch. Und nur weil sich eine dumme Zahl ändert, werde ich wohl nicht plötzlich Falten und Runzeln bekommen. Und beim Joggen ist mir auch noch nicht aufgefallen, dass ich so langsam in die Jahre komme. Wenn ich anderen Menschen sage, dass ich einen runden Geburtstag habe, fragen mich viele, ob ich ein Problem damit hätte. Nein, habe ich nicht. Aber wenn ich sehe, wie besorgt viele Menschen deswegen sind, denke ich, vielleicht nehme ich die Sache nicht ernst genug? Aber nach reiflicher Überlegung bin ich zu dem Schluss gekommen, dass es mir nichts ausmacht. Ich fühle mich nichts anders als vor meinen anderen Geburtstagen. Außerdem fühle ich mich nicht älter als vor 10 Jahren. So langsam verstehe ich, was gemeint ist, wenn man sagt: Man ist so alt, wie man sich fühlt.

Man kommt in die Jahre, wenn man aufgrund seines Alters körperliche oder geistige Leistungsfähigkeit einbüsst. Aber man kommt nicht in die Jahre, weil sich eine Zahl ändert. Und mit dem Alter kommt doch auch immer eine gewisse Reife und Lebenserfahrung hinzu. Und auch eine innere Stärke und Kraft.

Barmherzig zu sich selbst sein

6. Januar 2010

Immer wieder stelle ich fest, welche hohen Anforderungen die Menschen an sich selbst stellen. Egal ob im Beruf oder im Privatleben, ob Leistung oder Aussehen - stets wollen sie Höchstleistungen erzielen. Dabei ist es nicht so, dass andere diese enorm hohen Erwartungen in sie setzen. Nein, sie selbst sind es, die sich immer weiter antreiben, immer besser sein wollen und jeden kleinen Fehler ausmerzen möchten. Darüber vergessen viele Menschen aber etwas: sich selbst! Sie selbst, ihre Bedürfnisse, ihr Körper, ihre Lebensqualität, bleiben dabei auf der Strecke. Man muss nicht perfekt sein, um geliebt zu werden. Gerade kleine Makel und Macken machen doch erst den besonderen Charme und die individuelle Persönlichkeit eines Menschen aus. Aber häufig bringen sie für die Fehler und Schwächen anderer mehr Verständnis auf als für die eigenen kleinen Schwächen und Marotten. Um sich aber selbst mit allen (oft auch nur vermeintlichen) Fehlern, Schwächen und Macken annehmen zu können ist eines wichtig: Man muss barmherzig zu sich selbst sein. Die Fehler und Schwächen, die man anderen zugesteht, muss man auch sich selbst zugestehen. Warum legen viele bei sich selbst ein so hohes Maß an und richten über sich? Wenn sie lernen könnten, sich selbst ein guter Freund zu sein und sich mit einer positiven, liebevollen Einstellung zu betrachten, könnten sie sich selbst das Leben sehr vereinfachen.

Versuchen Sie ein einfach einmal selbst! Betrachten Sie sich selbst wie einen guten, liebevollen Freund. Wohlwollend und freundlich. Und vielleicht stellen Sie auch schon bald fest, wie gut es Ihnen tut und wie einfach viele Sachen werden, wenn Sie sich selbst ein guter und heiterer Begleiter sind.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg.

Neues Jahr - neues Glück

4. Januar 2010

Wieder geht ein Jahr zu Ende. Was haben wir in diesem Jahr nicht alles erlebt: Erfolge und Mißerfolge, Menschen verloren, neue Freunde gewonnen, Erfahrungen gemacht, geliebt, uns geärgert, uns gefreut, gekämpft, Prüfungen bestanden, neue Lebensabschnitte begonnen, alte Kapitel zugeschlagen, wir haben geweint - aber auch viel gelacht, wir haben unseren Inneren Schweinehund besiegt - oder auch nicht, wir haben an uns gearbeitet, Menschen zum Lachen gebracht, Trauernde getröstet.

Es war ein turbulentes Jahr. Für einige war es vielleicht das Erfolgsjahr schlechthin - für andere brachte es nur Schicksalsschläge und Tragödien. Trotzdem begrüßen wir das Jahr 2010. Auf dass es für alle Menschen ein gutes, erfolgreiches und gesundes Jahr wird!

Mentaltraining-Beckers wünscht Ihnen und Ihren Familien ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2010!

Weihnachten - Freude und Leid können so nah bei einander liegen

28. Dezember 2009

Weihnachten - jedes Jahr wieder etwas  Besonderes. Für viele Menschen ist das Weihnachtsfest das schönste Fest des Jahres. Die Vorfreude, feiern mit der Familie, ein gutes Essen, Überraschungen und nicht zu vergessen die Geburt Jesu Christi. Aber leider steht auch um Weihachten die Zeit nicht still. Während die einen feiern, leiden die anderen. Auch am 24. Dezember sterben Menschen. Auch am 24. Dezember haben Menschen Schmerzen und Krankheiten. Und auch am 24. Dezember gibt es Mord, Elend und Hunger.

Wir können nur versuchen, ein Stück von unserem Glück zurückzugeben und an die zu denken, denen es gerade nicht gut geht. Ob es die Menschen in ärmeren Gegenden der Welt sind oder unheilbar kranke Menschen, für die es vielleicht das letzte Weihnachtsfest ist. Und vielleicht kann man, mit diesem Wissen, die eigenen Werte nochmals neu überdenken und sich dankbar zeigen für das, was man hat. Und vielleicht erscheinen die kleinen Streiteren und Meinungsverschiedenheiten mit der Familie dann in einem ganz anderen Licht und man muss sich fragen, ob das Leben nicht viel zu kurz ist für Streit und Missgunst. Und dann findet man vielleicht zu den wahren Werten von Weihnachten zurück und besinnt sich auf das, was wichtig ist: Liebe und Vergebung, Hoffnung und Glauben.

Mentaltraining-Beckers wünscht frohe Weihnachten

23. Dezember 2009

Liebe Kundinnen und Kunden,

liebe Geschäftspartner, Familie, Freunde,

wir möchten uns für das gemeinsame letzte Jahr ganz herzlich bedanken. Herzlichen Dank unseren Kunden für das entgegengebrachte Vertrauen und die vielen schönen und bestärkenden Feedbacks. Unseren Geschäftspartnern danken wir  für die schöne und harmonische Zusammenarbeit. Und nicht zuletzt möchten wir auch unseren Freunden und der Familie danken für die liebevolle Unterstützung unserer Arbeit.

Wir wünschen allen ein schönes und besinnliches Weihnachtsfest und hoffen auf ein erfolgreiches und glückliches Jahr 2010. Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien alles Gute, Liebe und natürlich Gesundheit.

Frohe Weihnachten wünscht Ihnen Ihr

Mentaltraining-Beckers Team

Gute Vorsätze für 2010 - und wieder geht ein Jahr zu Ende

21. Dezember 2009

Die meisten Menschen verbinden mit einem neuen Jahr auch immer Änderungen. Alles wird besser, nächstes Jahr wird alles anders oder auch Angst, was das neue Jahr wohl bringen mag. Obwohl sich letztlich nur eine Zahl ändert, setzen die Menschen alljährlich ihre Hoffnungen und Wünsche auf dieses bestimmte Datum. Und verknüpfen eine Menge guter Vorsätze mit dem 1. Januar. Aufhören zu rauchen, abnehmen, mehr Sport treiben, gesünder leben, einen Volkshochschulkurs belegen, den Partner fürs Leben treffen usw.

Deswegen haben auch Fitnessstudios und Raucherentwöhnungskurse zu dieser Zeit Hochkonjunktur. Obwohl man objektiv betrachtet genausogut am 1. September oder 12. April aufhören könnte zu rauchen. Aber der 1.1 ist und bleibt nun einmal ein beliebtes Datum für Raucherentwöhnung und Co.

Aber egal, welches Datum man für Veränderungen in Betracht zieht, wichtig ist vor allen Dingen die richtige Einstellung. Wer bespielsweise nur mit dem Rauchen aufhört, weil ihm die Familie damit ständig in den Ohren liegt, wird es schwer haben, diesen Vorsatz auch umzusetzen. Wenn Sie sich selbst wohlfühlen in Ihrem Körper und nur abnehmen, weil Ihr Partner auf extrem schlanke Formen steht, werden Sie ebenfalls mit der Durchführung dieses Vorhabens zu kämpfen haben. Nur wenn das gesetzte Ziel bzw. der gefasste Vorsatz auch wirklich Ihr Vorsatz ist, besteht eine große Chance, ihn tatsächlich in die Tat umzusetzen.

Welche guten Vorsätze Sie auch für 2010 fassen mögen, wir wünschen Ihnen alles Gute und viel Erfolg bei der Verwirklichung Ihrer Ziele!

Haben Tiere eine Seele?

30. November 2009

Es kann wissenschaftlich noch immer nicht belegt werden, dass der Mensch eine Seele hat. Es konnte aber auch nicht bewiesen werden, dass er keine hat.

Die meisten Menschen verstehen unter Seele den Teil eines Menschen, der seine Persönlichkeit ausmacht. Der Teil, der ihn zu einem mitfühlenden und warmherzigen Menschen macht. Oder zu einem kaltblütigen Monster. Den meisten Religionen gemein ist der Glaube, dass die Seele nach dem Tod weiterlebt. Bei einigen Religionen gelangt sie nach dem Tod ins Paradies oder in die Hölle, je nach vorangegangenem Lebensstil. In anderen Religionen besteht der Glaube daran, dass die Seele nach dem Tod in einem anderen Körper wiedergeboren wird.

Obwohl bislang noch nicht wissenschaftlich nachgewiesen werden konnte, dass der Mensch eine Seele hat, glauben doch die meisten Menschen daran. Umstritten aber ist, ob auch andere Geschöpfe - Pflanzen und Tiere - eine Seele haben. Tierschützer und Tierfreunde sind schnell bereit zu glauben, dass ihr Liebling eine Seele hat. Skeptiker glauben, dass allenfalls der Mensch eine Seele hat und Tiere mit Sicherheit nicht in den Himmel kommen.

Die Meinungen hierzu sind kontrovers und da man bislang keinen Standpunkt wirklich belegen kann, bleibt alles im Reich der Spekulation. Ebenso hartnäckig hält sich die Behauptung, dass Tiere zu Gefühlen wie Liebe oder Freundschaft nicht fähig seien. Alles sei instinktgesteuert und diene letztendlich nur einem Ziel: der Arterhaltung und dem Verbreiten der eigenen Erbanlagen. Zu komplexem Denken, wie man es von Menschen kenne, sei das Tier nicht imstande.

Ich bin kein Wissenschaftler und kann weder beweisen dass Tiere komplex Denken können und Mitgefühl zeigen können noch habe ich Beweise für das Gegenteil. Aber ich habe eine sehr interessante Beobachtung gemacht und diese Beobachtung stärkt doch meine Meinung, was dieses Thema angeht: Ich beherberge einige Wellensittiche in meinem Zuhause. Alle meine Wellies sind zahm und sind sehr aufgeweckte und lustige Tiere. Aber ich hatte ein Pärchen, dass sich besonders zugetan war. Piet und Lucy. Meine sanfte Lucy hatte sich in den schönen und lauten Piet verliebt und umgekehrt. Piety verteidigte Lucy mit sanfter Gewalt vor den Balzannäherungen anderer Männchen. Lucy ihrerseits beachtete die anderen Wellies gar nicht. Sie ist ein sehr sanftes Geschöpf und geht allen Streitigkeiten aus dem Weg. Eines Tages bekam Piet eine allergische Reaktion auf eine Injektion beim Tierarzt. Wir hatten wenig Hoffnung und dachten Piet stirbt. Meine mutige Lucy setzte sich neben ihn auf den Boden und wachte über ihn. Andere Wellensittiche wurden heftig beißend vertrieben. Als es ihm ein wenig besser zu gehen schien, kraulte sie vorsichtig sein Köpfchen. Piet rappelte sich hoch und folgte ihr wieder auf eine der Sitzstangen. Nach zwei Stunden begann er, noch ganz schwach, vorsichtig zu fressen. Die ganze Zeit über ließ sie ihn nicht aus den Augen und war immer in seiner Nähe.

Zwei Jahre später wurde Piet dann unheilbar krank. Wir hatten beschlossen, ihn so lange leben zu lassen, wie er fraß und den Eindruck machte, keine Schmerzen  zu haben. In den letzten Tagen vor seinem Tod schlief und frass er sehr viel. Wie immer war Lucy an seiner Seite. Dicht an sie gekuschelt saß er da, dick aufgeplustert. In all diesen Tagen war Lucy nie ungehalten oder zickig. Sie hackte nie nach ihm, sondern wachte über ihn wie eine Mutter über ihr Küken. Dabei kraulte sie immer wieder sanft sein Köpfchen. Zu den anderen konnte ich Piet bereits nicht mehr setzen, diese hackten nach ihm, attackierten ihn. Nur Lucy blieb, mit stoischer Ruhe und sanftem Gleichmut, an seiner Seite. Als Piet starb magerte meine moppelige Lucy stark ab. Obwohl andere Männchen sofort um sie warben, lehnte sie alle Zuneigungsbekundungen ab und blieb alleine. Mit den Wochen fing Lucy wieder an, normal zu essen. Aber sie nahm sich kein neues Männchen.

So stellt sich mir natürlich die Frage, wenn alles Verhalten nur der Arterhaltung dient, warum hat Lucy sich auch dann noch rührend um Piet gekümmert, als Piet nach Vogelmaßstäben bereits nur noch eine Belastung für Lucy war? Warum fraß Sie nichts? Warum ist sie alleine geblieben?

Für Skeptiker ist dies natürlich kein Beweis und für Wissenschaftler schon gar nicht. Aber so kennt wohl jeder von uns eine Tiergeschichte, wo Tiere ein völlig untypisches Verhalten an den Tag gelegt haben, dass die Vermutung aufkommen lässt, dass Tiere eben doch zu tiefen Gefühlen und Mitgefühl fähig sind. Wenn der Mensch sich weiterentwickelt hat, warum sollen sich nicht auch andere Geschöpfe weiterentwickeln?

Ich kann jedenfalls sagen, dass ich Tieren diese Fähigkeit auf keinen Fall abspreche. Wenn ich mir die Gräueltaten vieler Menschen ansehe, die ja angeblich zu Liebe und Mitgefühl fähig sind, kommen mir allerdings Zweifel, wie weit der Mensch in seiner Entwicklung wirklich ist.

Ideen Weihnachtsgeschenke 2009

25. November 2009

Jedes Jahr die gleiche Frage: Was schenke ich? Weihnachten rückt immer näher und schon zermartert man sich den Kopf, womit man seinen Lieben eine Freude bereiten kann. Dabei ist es oft gar nicht so schwer, wie es auf den ersten Blick scheint. Zuhören ist hier das Zauberwort. Versuchen Sie, schon vorher darauf zu achten, ob sich die zu beschenkende Person etwas wünscht oder eine Bemerkung fallen lässt, was sie braucht oder sich bald anschaffen möchte. Ein sehr persönliches Geschenk, gerade wenn man nur ein kleines Budget hat, sind z. B. Gutscheine, in denen sich der Schenkende zu einer “Dienstleistung”  verpflichtet, z. B. Babysitten, beim Umzug helfen, eine Essenseinladung, ein Gutschein für eine Woche mit dem Hund Gassi gehen usw.

Und warum verschenken Sie nicht einfach Wohlbefinden? Mit einer Cd von Mentaltraining-Beckers können Sie Ihren Lieben entspannende Wohlfühl-Momente und Entspannung schenken. Es gibt CDs zu vielen verschiedenen Themen: Ob Stressbewältigung, Entspannung, Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung - schauen Sie einfach in unserem Shop vorbei und entscheiden Sie anhand unserer Hörproben, welche CD Ihnen gefällt. Für ganz eilige oder Geschenke in letzter Minute bieten wir auch alle CDs als Download-Version an.