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Warum Heiterkeit ansteckend ist…

Bestimmt haben Sie eine solche Situation auch schon einmal erlebt: Sie treffen auf jemanden, der aus vollem Halse über eine Sache lacht und sich kaum noch einkriegt vor lauter Lachen. Unwillkürlich müssen Sie mitlachen, obwohl Sie überhaupt nicht wissen, worum es geht und worüber er lacht. Oder der umgekehrte Fall: Sie sitzen im Büro mit einem Kollegen, der total niedergeschlagen ist. Auch Ihre Stimmung ist daraufhin gedrückt und Sie schaffen es den ganzen Tag nicht, aus dieser Stimmung herauszukommen. Woran liegt dies? Sind Emotionen etwa ansteckend?
Nun, in gewisser Weise schon. Schuld daran sind die sogenannten Spiegelneuronen in unserem Kopf, die dafür sorgen, dass man die Gefühle des Gegenübers erkennt und intensive Gefühle wie Traurigkeit, Ärger, Ekel und auch große Freude, spiegelt.

So ist auch der Brechreiz zu erklären, wenn Sie jemand anderes würgen sehen. Babys ahmen die Gesichtsausdrücke ihrer Eltern nach. Sie lernen so und passen sich den Gefühlslagen ihrer Eltern an.
Wenn ein Mensch Mitgefühl hat, sich in die Lage eines anderen versetzen kann, sagt man häufig, er habe Empathie. Wer beispielsweise sieht, dass es einem anderen nicht gut geht und darauf Rücksicht nimmt, besitzt Empathie. D. h. , die Spiegelneuronen machen in diesem Fall einen guten Job.

Diese Spiegelneuronen sind sehr wichtig im menschlichen Zusammenleben. So hat man festgestellt, dass bei autistischen Kindern die Areale der Spiegelneuronen weitaus weniger aktiviert sind, wenn sie Gesichtsausdrücke und Gesichter sehen.

Generell scheint es für Spiegelneurone also keinen Unterschied zu machen, ob sie eine Handlung beobachten oder sie selbst ausführen. Gefühle scheinen also eine hochansteckende Sache zu sein :-)

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