Prüfungsangst – mit mentalem Training zu mehr Ruhe und Gelassenheit
Prüfungen mögen wohl die wenigsten gerne. Prüfungen sind in der Regel anstrengend, aufregend und kosten Zeit und Nerven in der Vorbereitung. Aber einige Menschen haben nicht nur eine nachvollziehbare Abneigung gegen Prüfungssituationen, sondern sie sind geradezu panisch. Dabei ist ein gewisser Grad an Erregung vor und während einer Prüfung sogar förderlich. Eine zu starke Erregung aber lähmt uns und bewirkt das genaue Gegenteil: Wir versagen in einer Prüfung. Anzeichen von Prüfungsangst können sein: Schweißausbrüche, Herzrasen, Übelkeit, Mundtrockenheit, Durchfall, Schwindel, schwitzige Hände, Zittern, Panikattacken. Bei einigen zeigen sich diese Symptome konkret in bzw. kurz vor der eigentlichen Prüfungssituation, bei anderen hingegen reicht schon der Beginn der Vorbereitung auf eine Prüfung, um in Panik zu verfallen. Viele Menschen fühlen sich von Prüfungen regelrecht bedroht und reagieren darauf mit Angst, depressiven Verstimmungen und Apathie. Typisch für Menschen mit Prüfungsangst ist auch ein Vermeidungsverhalten. Sie treten die Prüfung nicht an, da sie nicht das Risiko eingehen wollen, die Prüfung nicht zu bestehen. Andere wiederum verfallen in eine regelrecht übertriebene Geschäftigkeit, lernen Tag und Nacht und erreichen damit nur, dass sie schließlich mit den Nerven am Ende sind. Die Ursachen für Prüfungsangst sind vielfältig: Häufig liegen die Ursachen irgendwo in der Kindheit. Beispielsweise wenn die Eltern einen sehr großen Leistungsdruck auf die Kinder ausgeübt haben oder ihre Liebe nur für Leistung vergaben. Auch Menschen mit einem geringen Selbstwertgefühl leiden oft unter Prüfungsangst. Oder wenn Eltern ihre Kinder nicht bestärkt haben sondern nur übermäßig kritisiert haben. Aber auch frühere Prüfungserfahrungen, beispielsweise unfaire Benotungen, unfaire Lehrer, unfaire Klausurstellung etc. können dazu beitragen, dass man später auf ähnliche Situationen mit Prüfungsangst reagiert. Natürlich kann auch eine mangelnde oder falsche Vorbereitung dazu führen, dass man sich einer Prüfungssituation nicht gewachsen fühlt.
Wichtig ist zunächst einmal, sich diesem Problem zu stellen. Ein vermeiden von Prüfungen ist daher nicht empfehlenswert. Es ist aber möglich, Prüfungsangst in den Griff zu bekommen. Zunächst einmal sollte man seine Lerntechnik kritisch untersuchen. Vielleicht lernt man einfach falsch, und ist deshalb schlecht vorbereitet. Es gibt zahlreiche Ratgeber zum Thema Lerntechniken, da ist für jeden was dabei. Wenn also die Vorbereitung auf die Prüfung erfolgreich ist und man fachlich der Prüfung gewachsen ist, muss man noch die Aufregung und Nervostität meistern. Hilfreich ist hier das Erlernen von bestimmten Entspannungstechniken wie Autogenem Training, Progressiver Muskelentspannung oder Hypnose, um sich selbst vor einer Prüfung mental zu beruhigen und zu konzentrieren. Menschen mit extrem ausgeprägter Prüfungsangst können sich zur Unterstützung auch an einen ortsansässigen Psychologen wenden, um an ihrer Prüfungsangst zu arbeiten. Wichtig ist aber auf jeden Fall, das Problem der Prüfungsangst zu erkennen und sich ihr zu stellen. Dann sind Sie bereits auf dem richtigen Weg!








