Das Wetter hält sich nicht an Normen
Gestern abend sah ich einen Beitrag im Fernsehen, der sich mit dem momentanen Wetter beschäftigte und der Tatsache, dass es ja eigentlich viel zu kalt sei, für diese Jahreszeit. Irgendwo in den tiefen meines Gehirns flammten Erinnerungen an vergangene Winter auf, in denen es hieß, die Winter seien zu mild, uns erwarte eine Insektenplage, die Klimaerwärmung komme… Hilfe! Mal heißt es, aufgrund der Klimaerwärmung wird alles wärmer, dann heißt es, die Sommer sind zu kalt und zu verregnet und jetzt ist auch noch der böse Winter zu kalt.
Leute, dass nennt man Wetter! Und Wetter hat die Eigenschaft, ziemlich unabhängig zu sein und auch unbestechlich und sich von nichts und niemandem etwas sagen zu lassen. Egal ob Politiker, Firmenbosse oder Mafia, dass Wetter ist für alle gleich und es lohnt sich eigentlich nicht, darüber zu diskutieren. Aber vermutlich kommt hier wieder der Ordnungssinn der Deutschen zum Tragen: Auch das Wetter hat sich gefälligst an vorgegebenen Normen und Werten zu orientieren. Wo kämen wir denn hin, wenn das Wetter macht, was es will?
Ich habe mich jedenfalls mit dem Wetter arangiert. Egal was der Kalender sagt, wenn es friert, ziehe ich Mütze und Handschuhe an und dass notfalls noch im August. Und wenn wir demnächst im Dezember 30 Grad im Schatten haben, dann hadere ich nicht mit dem Schicksal, sondern krame die T-Shirts aus dem Schrank. So einfach ist dass. Annehmen, was man nicht ändern kann, lautet meine Devise.








