Barmherzig zu sich selbst sein
6. Januar 2010Immer wieder stelle ich fest, welche hohen Anforderungen die Menschen an sich selbst stellen. Egal ob im Beruf oder im Privatleben, ob Leistung oder Aussehen - stets wollen sie Höchstleistungen erzielen. Dabei ist es nicht so, dass andere diese enorm hohen Erwartungen in sie setzen. Nein, sie selbst sind es, die sich immer weiter antreiben, immer besser sein wollen und jeden kleinen Fehler ausmerzen möchten. Darüber vergessen viele Menschen aber etwas: sich selbst! Sie selbst, ihre Bedürfnisse, ihr Körper, ihre Lebensqualität, bleiben dabei auf der Strecke. Man muss nicht perfekt sein, um geliebt zu werden. Gerade kleine Makel und Macken machen doch erst den besonderen Charme und die individuelle Persönlichkeit eines Menschen aus. Aber häufig bringen sie für die Fehler und Schwächen anderer mehr Verständnis auf als für die eigenen kleinen Schwächen und Marotten. Um sich aber selbst mit allen (oft auch nur vermeintlichen) Fehlern, Schwächen und Macken annehmen zu können ist eines wichtig: Man muss barmherzig zu sich selbst sein. Die Fehler und Schwächen, die man anderen zugesteht, muss man auch sich selbst zugestehen. Warum legen viele bei sich selbst ein so hohes Maß an und richten über sich? Wenn sie lernen könnten, sich selbst ein guter Freund zu sein und sich mit einer positiven, liebevollen Einstellung zu betrachten, könnten sie sich selbst das Leben sehr vereinfachen.
Versuchen Sie ein einfach einmal selbst! Betrachten Sie sich selbst wie einen guten, liebevollen Freund. Wohlwollend und freundlich. Und vielleicht stellen Sie auch schon bald fest, wie gut es Ihnen tut und wie einfach viele Sachen werden, wenn Sie sich selbst ein guter und heiterer Begleiter sind.
Wir wünschen Ihnen viel Erfolg.


