Alter ist doch nur eine Zahl
7. Januar 2010In wenigen Tagen ist es soweit: Ich feiere einen runden Geburtstag. Ich weiß, dass dies für sehr viele Menschen eine schwierige Sache ist. Man erreicht ein neues Jahrzehnt. Aber ich fühle mich eigentlich nicht anders als vorher auch. Und nur weil sich eine dumme Zahl ändert, werde ich wohl nicht plötzlich Falten und Runzeln bekommen. Und beim Joggen ist mir auch noch nicht aufgefallen, dass ich so langsam in die Jahre komme. Wenn ich anderen Menschen sage, dass ich einen runden Geburtstag habe, fragen mich viele, ob ich ein Problem damit hätte. Nein, habe ich nicht. Aber wenn ich sehe, wie besorgt viele Menschen deswegen sind, denke ich, vielleicht nehme ich die Sache nicht ernst genug? Aber nach reiflicher Überlegung bin ich zu dem Schluss gekommen, dass es mir nichts ausmacht. Ich fühle mich nichts anders als vor meinen anderen Geburtstagen. Außerdem fühle ich mich nicht älter als vor 10 Jahren. So langsam verstehe ich, was gemeint ist, wenn man sagt: Man ist so alt, wie man sich fühlt.
Man kommt in die Jahre, wenn man aufgrund seines Alters körperliche oder geistige Leistungsfähigkeit einbüsst. Aber man kommt nicht in die Jahre, weil sich eine Zahl ändert. Und mit dem Alter kommt doch auch immer eine gewisse Reife und Lebenserfahrung hinzu. Und auch eine innere Stärke und Kraft.


